Wofür wurde der Labradoodle gezüchtet und für wen passt er?
Wofür wurde der Labradoodle gezüchtet und für wen passt er?
Der Labradoodle ist der einzige Doodle mit einer belegten Geburtsstunde: 1989 kreuzte Wally Conron beim australischen Blindenhundeverband Guide Dogs Victoria einen Labrador Retriever mit einem Pudel, weil eine blinde Frau auf Hawaii einen Führhund brauchte, dessen Haare ihren allergischen Mann in Ruhe ließen. Daraus ist ein freundlicher, sportlicher und stark menschenbezogener Familienhund geworden, der zu dir passt, wenn du ihm täglich ein bis zwei Stunden Bewegung plus Kopfarbeit gibst und den Friseurtermin fest im Kalender hast. Suchst du einen ruhigen Hund für die Couch, bist du werktags acht Stunden außer Haus oder willst du dich nicht um Locken kümmern, dann ist er nichts für dich.
Zur ehrlichen Version gehört, dass Conron seine Kreuzung später bereut hat. 2019 sagte er dem australischen Sender ABC, er habe eine Büchse der Pandora geöffnet und ein Frankenstein-Monster losgelassen: Auf seinen einen Wurf folgte ein weltweiter Doodle-Boom, in dem viele Vermehrer ohne Blick auf die Gesundheit weiterzüchteten. Für dich heißt das: Die Wahl des Züchters zählt hier mehr als bei jeder anerkannten Rasse, denn die FCI führt den Labradoodle nicht, es gibt keinen Standard und keine Zuchtauflagen. Wir bei KiezDogs kennen ihn als warmherzigen, schlauen Hund, bei dem drei Dinge unterschätzt werden: wie verschieden sein Fell ausfällt, wie viel Beschäftigung er einfordert und wie weit ein 7-Kilo-Mini und ein 30-Kilo-Standard auseinanderliegen.
Und falls du parallel mit dem Goldendoodle liebäugelst: Den direkten Vergleich der beiden findest du in unserem Goldendoodle-Ratgeber.
