Bernhardiner: Charakter, Pflege & Kosten im Portrait

Bernhardiner steht majestätisch im verschneiten Winterwald

Bernhardiner im Steckbrief

  • Lebenserwartung: 8 bis 10 Jahre
  • Ausgewachsen: mit etwa 2 bis 3 Jahren
  • Größe: 65 bis 90 cm
  • Gewicht: 50 bis 90 kg
  • Charakter: Gutmütig, ruhig, kinderlieb, sanfter Riese
  • Herkunft: Schweiz (Großer St. Bernhard, Hospiz)
Bewegungsdrang
Familienhund
Aggressionspotenzial
Jagdtrieb

Was ist ein Bernhardiner? Das Kurzportrait

Ein Bernhardiner ist ein gutmütiger, ruhiger Riese aus den Schweizer Alpen, weltbekannt als Rettungshund vom Großen St. Bernhard und heute vor allem ein sanfter, kinderlieber Familienhund. Er passt zu Menschen mit viel Platz, idealerweise einem Haus mit Garten, mit Zeit und einem Budget, das die XXL-Kosten dieser Rasse trägt. Wenn du in einer kleinen Stadtwohnung lebst, den ganzen Tag außer Haus bist, einen sportlichen Laufpartner suchst oder aufs Geld schauen musst, ist der Bernhardiner die falsche Wahl.

Zwei Dinge sagen wir dir gleich zu Beginn ehrlich, weil viele Portale sie nur streifen: Der moderne Bernhardiner wird im Schnitt nur 8 bis 10 Jahre alt, und er bringt als extrem schwerer Hund ein hohes Risiko für Gelenkprobleme mit. Beides hängt direkt an der Zucht auf Größe und Masse. Wir bei KiezDogs erleben ihn als warmherzigen, tiefenentspannten Begleiter, der dich aber jeden Tag mit Sabber, Haaren, großen Futtermengen und einer langen, heiklen Wachstumsphase fordert. Genau diese Punkte gehen wir hier offen durch.

Wie tickt ein Bernhardiner im Alltag?

Ausgeglichen, gutmütig und tief auf seine Familie bezogen. Der Bernhardiner ist der Inbegriff des sanften Riesen: ruhig, geduldig, ausgesprochen kinderlieb und verträglich mit anderen Hunden, Katzen und Haustieren. Er ist sehr menschenbezogen, will eng bei seinen Leuten leben und eignet sich überhaupt nicht als Hund, den man im Zwinger oder Garten abstellt.

Unter der freundlichen Oberfläche steckt trotzdem ein Wächter. Der Bernhardiner ist wachsam und ein wenig territorial, meldet Besuch zuverlässig und stellt sich vor seine Familie, ohne dabei ein scharfer, aggressiver Wachhund zu sein. Diese Mischung aus Freundlichkeit und ruhigem Selbstbewusstsein macht ihn zu einem angenehmen Begleiter, solange du ihm früh Sicherheit und klare Regeln gibst.

Als Anfängerhund taugt er trotz seines einfachen Wesens nur bedingt. Nicht der Charakter ist die Hürde, sondern die schiere Größe: Ein Hund, der ausgewachsen 70 bis 90 Kilogramm wiegt, muss von klein auf sicher hören, sonst wird schon das Spazierengehen zur Zerreißprobe. Suchst du einen ähnlich sanften, aber etwas kleineren Berghund aus der Schweiz, lohnt auch ein Blick auf den Berner Sennenhund.

Wie erziehst du einen Bernhardiner richtig?

Beginne früh mit freundlichem Training und bleib auch später dran. Ein schwerer Hund braucht verlässliche Signale und gute Leinenführigkeit. Das erste Jahr legt wichtige Grundlagen, entscheidet aber nicht unwiderruflich über sein späteres Verhalten.

Der wichtigste Merksatz bei dieser Rasse: Was du dem tapsigen Welpen durchgehen lässt, wird beim erwachsenen Koloss zum echten Problem. Ein 8 Kilo schwerer Welpe, der an der Leine zieht oder Menschen anspringt, ist niedlich. Derselbe Hund mit 80 Kilo wirft dich um. Übe deshalb sofort:

  • Leinenführigkeit in Ruhe, lange bevor der Hund zu schwer zum Halten wird
  • entspanntes Begrüßen ohne Anspringen, gerade bei Kindern und älteren Menschen
  • einen sicheren Rückruf und ein zuverlässiges Abbruchsignal
  • Alleinbleiben in kleinen Schritten, damit der menschenbezogene Hund nicht in Stress gerät

Eine gute Welpenschule und frühe Sozialisierung mit Alltagslärm, Autofahren und Tierarztbesuchen zahlen sich bei einer so großen Rasse doppelt aus.

Passendes Geschirr für dich?

Bernhardiner steht majestätisch im verschneiten Winterwald Bernhardiner steht majestätisch im verschneiten Winterwald

Wie pflegeintensiv ist ein Bernhardiner?

Beim Fell selbst mittel, dafür fordern dich Sabber und Fellwechsel im Alltag spürbar. Den Bernhardiner gibt es in zwei Varianten, kurzhaarig (Stockhaar) und langhaarig, beide mit dichtem Doppelfell. Im Normalfall reicht es, wenn du zwei- bis dreimal pro Woche gründlich durchbürstest, den Langhaar-Typ etwas öfter.

Zweimal im Jahr wird es intensiv: Im Fellwechsel verliert der Bernhardiner sehr viel Haar, dann ist tägliches Bürsten Pflicht, und du findest überall im Haus Wollflocken. Dazu kommt das Thema, das viele unterschätzen, der Sabber. Wegen seiner großen Lefzen sabbert der Bernhardiner deutlich, vor allem nach dem Trinken, bei Aufregung und bei Wärme. Ein Sabbertuch in Griffnähe und ein zweites an der Haustür gehören bei dieser Rasse einfach dazu, und an Wänden und Kleidung landen die Speichelfäden trotzdem.

Der Rest ist Routine: Kontrolliere die Augen, denn Lidfehlstellungen kommen bei der Rasse vor, halte Lefzen und Ohren sauber, schneide die Krallen regelmäßig und putze die Zähne mehrmals pro Woche. So hältst du deinen Bernhardiner sauber und beugst Entzündungen vor.

Deine Bernhardiner-Pflegeroutine auf einen Blick

  • 2 bis 3 mal pro Woche bürsten: Bürste das dichte Doppelfell gründlich durch, den langhaarigen Typ etwas öfter als den kurzhaarigen.
  • Im Fellwechsel täglich: Zweimal im Jahr haart der Bernhardiner sehr stark, dann bürstest du täglich und hältst die Wollflocken in Schach.
  • Sabbertuch griffbereit: Durch die großen Lefzen sabbert er deutlich, vor allem nach dem Trinken, bei Aufregung und bei Wärme, halte ein Tuch parat.
  • Augen und Lefzen im Blick: Beobachte die Augen auf Lidfehlstellungen und halte die Lefzen sauber, das beugt Entzündungen und Geruch vor.
  • Ohren, Krallen, Zähne: Kontrolliere die Ohren regelmäßig, schneide die Krallen alle paar Wochen und putze die Zähne mehrmals pro Woche.
  • Gewicht kontrollieren: Mach regelmäßig den Rippen-Test und halte deinen Bernhardiner schlank, das entlastet die Gelenke ein Leben lang.

Wie viel Auslauf und Bewegung braucht ein Bernhardiner?

Weniger, als sein Format vermuten lässt. Der Bernhardiner ist ein ruhiger Gemütstyp und kein Ausdauer- oder Laufpartner. Mehrere gemächliche, ausgedehnte Spaziergänge am Tag reichen ihm völlig, dazu ein bisschen Kopfarbeit. Suchst du einen Hund zum Joggen, Radfahren oder für langen Hundesport, bist du hier falsch.

Wichtiger als die Menge ist bei dieser Rasse, was du vermeidest. Toben in der Hitze, weite Sprünge, wildes Treppauf und Treppab und langes Laufen am Rad überlasten den schweren Körper und vor allem die Gelenke, im Wachstum wie im Alter. Halte die Bewegung deshalb ruhig und gleichmäßig statt kurz und wild.

Ein Hund dieser Kraft gehört an ein gut sitzendes Brustgeschirr statt an ein Halsband, das den Zug auf den breiten Brustkorb verteilt und den Hals schont. Achte auf ein stabiles, breit gepolstertes XXL-Modell, denn hier zählt echte Reißfestigkeit. Robuste Geschirre für schwere Hunde findest du in unserer Geschirr-Kollektion, worauf es bei der Passform für große Rassen ankommt, steht im Ratgeber Hundegeschirr für große Hunde.

Passt ein Bernhardiner in eine Wohnung?

Nur mit klaren Abstrichen, ideal ist er dort nicht. Am wohlsten fühlt sich der Bernhardiner in einem Haus mit Garten, wo er sich ausstrecken und seine Familie im Blick behalten kann. Eine Wohnung ist höchstens ebenerdig und mit direktem Zugang ins Freie denkbar, denn häufiges Treppensteigen belastet die Gelenke, im Wachstum ganz besonders.

Zwei Alltagsthemen solltest du realistisch mitdenken. Erstens der Platz: Ein liegender Bernhardiner blockiert schnell den halben Flur, dazu kommen ein XXL-Körbchen, große Näpfe und Sabberspuren an Wänden und Möbeln. Zweitens die Hitze. Durch seine Größe und das dichte Doppelfell ist der Bernhardiner ausgesprochen hitzeempfindlich. Im Sommer verlegst du die Spaziergänge in die kühlen Morgen- und Abendstunden, sorgst drinnen wie draußen für Schatten und frisches Wasser und lässt ihn an heißen Tagen ruhen statt toben.

Wenn du in einer kleinen Stadtwohnung ohne Aufzug lebst, tust du weder dir noch dem Hund einen Gefallen. Dann ist ein kleinerer, robusterer Familienhund die ehrlichere Wahl.

Passende Leine für dich?

Wie fütterst du einen Bernhardiner im Wachstum?

Kontrolliert und lieber etwas knapper als zu üppig, denn beim Bernhardiner ist zu schnelles Wachstum eine der größten Gefahren fürs ganze Hundeleben. Ein Welpe, der zu energiereich gefüttert wird und zu schnell zulegt, überlastet seine noch weichen Gelenke und Knochen und begünstigt so Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie und schmerzhafte Wachstumsstörungen wie die Panostitis.

So hältst du das Wachstum in gesunden Bahnen:

  • Füttere ein hochwertiges Futter für große Rassen, das bewusst nicht auf maximales Wachstumstempo ausgelegt ist.
  • Gib dem Welpen 3 bis 4 kleinere Mahlzeiten am Tag statt einer großen, das entlastet auch den Magen.
  • Mach regelmäßig den Rippen-Test: Die Rippen sollten gut fühlbar, aber nicht sichtbar sein.
  • Lass deinen jungen Bernhardiner eher schlank aufwachsen, ein Wettlauf um Kilos schadet ihm.

Weil der Bernhardiner tiefbrüstig ist, hat er außerdem ein erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche Magendrehung. Teile das Futter deshalb auch beim erwachsenen Hund auf zwei Mahlzeiten auf, gib nach dem Fressen eine ruhige Pause und vermeide wildes Toben mit vollem Magen.

Welche Krankheiten hat der Bernhardiner und wie alt wird er?

Der Bernhardiner wird im Schnitt nur 8 bis 10 Jahre alt, sehr schwere Kolosse teils noch weniger. Der Hauptgrund gehört offen ausgesprochen: Die jahrzehntelange Zucht auf immer mehr Größe und Masse, ein Stück weit Gigantismus, geht auf Kosten von Gelenken, Herz und Lebenserwartung. Ein gesünderer, nicht auf Rekordmaße getriebener Bernhardiner lebt tendenziell länger.

Diese rassetypischen Erkrankungen solltest du kennen:

  • Hüft- und Ellbogendysplasie (HD/ED): Fehlentwicklungen der Gelenke, die zu Arthrose führen können und bei schnell wachsenden Riesen gehäuft auftreten.
  • Magendrehung: ein akut lebensbedrohlicher Notfall bei großen, tiefbrüstigen Hunden, der sofort in die Tierklinik gehört.
  • Herzerkrankung (DCM): die dilatative Kardiomyopathie, bei der der Herzmuskel schwächer wird.
  • Osteosarkom: ein bösartiger Knochenkrebs, der große Rassen häufiger trifft.
  • Augen und Nerven: Lidfehlstellungen wie Entropium und Ektropium, die oft operiert werden müssen, dazu kommt Epilepsie vor.

Gegen einen Teil dieser Risiken ist die Zuchtauswahl dein bester Schutz, darum geht es gleich im nächsten Abschnitt. Halte deinen Hund außerdem schlank und plane feste Vorsorgetermine ein, das entlastet Gelenke und Herz ein Leben lang.

Woran erkennst du gesunde Zucht statt Qualzucht?

An einem Züchter, der auf Gesundheit statt auf Rekordmaße züchtet und dir das mit Papieren belegt. Bei einer Rasse, deren größtes Problem die Überzüchtung auf Masse ist, ist die Wahl des Züchters die wichtigste Gesundheitsvorsorge überhaupt. Auf diese Nachweise der Elterntiere solltest du bestehen:

  • HD- und ED-Röntgen beider Elterntiere mit unbedenklicher Auswertung
  • Herzuntersuchung und eine Augenuntersuchung durch Fachtierärzte
  • Papiere eines anerkannten Zuchtverbands (VDH/FCI), Impfpass, EU-Heimtierausweis und Kaufvertrag

Genauso wichtig ist, worauf ein seriöser Züchter verzichtet: auf den Wettlauf um das größte, schwerste Tier. Ein Züchter, der mit 100-Kilo-Rekorden wirbt, züchtet gegen die Gesundheit des Hundes. Auffällig günstige Welpen ohne Untersuchungen, mehrere Würfe gleichzeitig und Druck zum schnellen Kauf sind klare Warnsignale.

Sei zum Schluss ehrlich zu dir selbst, ob die Rasse zu deinem Leben passt. Für kleine Stadtwohnungen, Menschen ohne Zeit, sportliche Laufpartner-Sucher und knappe Budgets ist der Bernhardiner nichts. Suchst du einen etwas langlebigeren, pflegeleichteren Familienhund, ist zum Beispiel der Golden Retriever die unkompliziertere Wahl.

Passendes Geschirr für deinen Hund

Wie groß und schwer wird ein Bernhardiner?

Der Bernhardiner gehört zu den größten und schwersten Hunderassen der Welt. Laut FCI-Standard erreichen Rüden eine Widerristhöhe von mindestens 70 cm, Hündinnen mindestens 65 cm, nach oben sind gut 90 beziehungsweise 80 cm möglich. Beim Gewicht liegen Hündinnen bei etwa 50 bis 75 Kilogramm, Rüden bei rund 60 bis 90 Kilogramm, und schwere Zuchtlinien-Rüden bringen 100 Kilogramm und mehr auf die Waage. Ein festes Höchstgewicht schreibt der Standard bewusst nicht vor.

Beim Wachstum brauchst du Geduld. Seine ungefähre Endgröße erreicht der Bernhardiner mit etwa einem Jahr, voll austrainiert und im Knochenbau gefestigt ist er aber erst mit rund 2 bis 3 Jahren. Diese lange Wachstumsphase ist die sensibelste Zeit seines Lebens: Jetzt schonst du bewusst die Gelenke, hältst den Hund schlank und passt Futter und Belastung ans Alter an, nicht an die schon beeindruckende Größe. Ein Welpe, der zu schnell zu schwer wird, zahlt dafür später mit seinen Gelenken.

Bernhardiner: Größe und Gewicht

Der Bernhardiner zählt zu den größten und schwersten Hunderassen der Welt.

Rüdemind. 70 cm, etwa 60 bis 90 kg
Hündinmind. 65 cm, etwa 50 bis 75 kg

Mit etwa 1 Jahr fast auf Endgröße, im Knochenbau gefestigt erst mit 2 bis 3 Jahren. Schwere Zuchtlinien-Rüden erreichen 100 kg und mehr.

Was kostet ein Bernhardiner im Monat und über ein Hundeleben?

Der Welpenpreis ist bei dieser Rasse noch der kleinere Teil. Beim seriösen Züchter mit allen Gesundheitsuntersuchungen zahlst du für einen Bernhardiner in der Regel rund 1.500 bis 2.500 Euro. Deutlich günstigere Angebote sind fast immer ein Warnsignal für Vermehrer ohne Gesundheitstests. Dazu kommt eine Erstausstattung in XXL-Größe von rund 300 bis 600 Euro für Geschirr, ein großes Körbchen, Näpfe und ein Pflegeset.

Teuer macht diese Rasse der laufende Unterhalt, und genau das blenden viele Rechnungen aus:

  • Futter für diesen XXL-Hund allein rund 60 bis 100 Euro im Monat
  • Versicherung und Gesundheitsvorsorge rund 10 bis 50 Euro im Monat, dazu Hundesteuer je nach Kommune
  • eine jährliche Tierarzt-Routine von grob 200 bis 500 Euro
  • vor allem eine OP-Rücklage, denn eine Magendrehungs- oder Gelenkoperation kann schnell vierstellig werden

Die genannten laufenden Kosten sind nur eine grobe Planungsspanne von 120 bis 250 Euro pro Monat. Kaufpreis und Ausstattung ergeben mit den hier genannten Werten zusammen 1.800 bis 3.100 Euro, erste Tierarztkosten kommen dazu. Für die Lebenszeitrechnung musst du deine tatsächlichen Monatsausgaben, die Haltedauer und eine gesonderte Rücklage für Krankheiten berücksichtigen.

Was dich ein Bernhardiner kostet

Nicht der Welpenpreis, sondern die XXL-Fixkosten machen diese Rasse teuer.

  • Anschaffung (seriöser Züchter): rund 1.500 bis 2.500 Euro, deutlich günstiger ist ein Warnsignal
  • Erstausstattung: einmalig rund 300 bis 600 Euro in XXL-Größe (Geschirr, großes Körbchen, Näpfe, Pflegeset)
  • Laufende Kosten pro Monat: rund 120 bis 250 Euro (XXL-Futter, Versicherung, Steuer und Tierarzt-Anteil)
  • Rücklage Tierarzt: jährliche Routine rund 200 bis 500 Euro, dazu OP-Rücklage im vierstelligen Bereich für Gelenke und Magendrehung
  • Gesamtkosten Hundeleben: über 8 bis 10 Jahre grob 20.000 bis 35.000 Euro

Häufige Fragen zum Bernhardiner

Hier findest du kurze Antworten auf die Fragen, die uns zum Bernhardiner am häufigsten erreichen. Bleibt danach etwas offen, schreib uns einfach, wir helfen dir gern weiter.

Wie alt wird ein Bernhardiner?
Im Schnitt nur 8 bis 10 Jahre, sehr schwere Tiere teils noch weniger. Der Hauptgrund ist die Zucht auf extreme Größe und Masse, die Gelenke und Herz belastet. Ein gesünderer, nicht auf Rekordmaße gezüchteter Bernhardiner lebt tendenziell länger.
Sabbert und haart ein Bernhardiner stark?
Ja, beides gehört zur Rasse. Durch die großen Lefzen sabbert er deutlich, vor allem nach dem Trinken, bei Aufregung und Wärme. Im zweimal jährlichen Fellwechsel verliert das dichte Doppelfell zudem sehr viel Haar, dann hilft nur tägliches Bürsten.
Ist der Bernhardiner ein Anfängerhund?
Vom Wesen her ja, denn er ist gutmütig und gelehrig. Zum unkomplizierten Ersthund machen ihn aber weder seine Größe noch die hohen Kosten und die heikle Wachstumsphase. Mit genug Platz, Zeit, Budget und konsequenter Welpenerziehung ist er auch für engagierte Anfänger machbar.
Ist der Bernhardiner ein guter Familienhund und mit Kindern verträglich?
Ja, er gilt als einer der kinderliebsten Hunde überhaupt, geduldig und gutmütig. Wegen seiner Größe kann er kleine Kinder im Überschwang aber unabsichtlich umwerfen. Feste Regeln und Ruheplätze für den Hund sind deshalb Pflicht.
Kann man einen Bernhardiner in der Wohnung halten?
Möglich, aber nicht ideal. Am besten passt ein Haus mit Garten, eine Wohnung sollte ebenerdig mit direktem Zugang nach draußen liegen, denn Treppensteigen belastet die Gelenke. In einer kleinen Stadtwohnung ohne Aufzug ist die Rasse fehl am Platz.
Was kostet ein Bernhardiner im Monat?
Realistisch etwa 120 bis 250 Euro, vor allem wegen der großen Futtermengen, der Versicherung und einer OP-Rücklage. Dazu kommt der Welpenpreis von rund 1.500 bis 2.500 Euro beim seriösen Züchter. Über ein Hundeleben summiert sich das schnell auf 20.000 bis 35.000 Euro.
Über den Autor
Jeff · Gründer von KiezDogs
Jeff entwickelt in Berlin die Samtgeschirre von KiezDogs und schreibt hier alle Rassen- und Geschirr-Ratgeber selbst, inklusive der unbequemen Punkte. Mehr über Jeff

Weitere Hunderassen im Portrait