Bullterrier: Charakter, Listenhund und Kosten im Blick

Weißer Bullterrier mit dem rassetypischen eiförmigen Kopf springt vergnügt über eine Wiese

Bullterrier im Steckbrief

  • Lebenserwartung: 10 bis 14 Jahre
  • Ausgewachsen: mit 13 bis 19 Monaten
  • Größe: 45 bis 55 cm
  • Gewicht: 22 bis 38 kg
  • Charakter: verspielt, loyal, dickköpfig, sensibel, menschenbezogen
  • Herkunft: England (frühes 19. Jahrhundert)
Bewegungsdrang
Familienhund
Aggressionspotenzial
Jagdtrieb

Was ist ein Bullterrier? Das Kurzportrait

Der Bullterrier ist ein mittelgroßer, muskulöser Terrier aus England, den du an seinem unverwechselbaren eiförmigen Kopf sofort erkennst. Er ist loyal, verspielt bis albern und stark auf seine Menschen bezogen, und er passt zu aktiven, hundeerfahrenen Haltern, die ihm klare Führung, viel Beschäftigung und jede Menge Nähe geben. Wenn du zum ersten Mal einen Hund hältst, wenig Zeit hast oder dir die Behördengänge in einem Listenhund-Bundesland zu viel sind, ist der Bullterrier die falsche Wahl. Er ist eigensinnig, kräftig und gilt in den meisten Bundesländern als Listenhund.

Sein Ruf als gefährlicher Kampfhund hält sich hartnäckig, wird der Rasse heute aber nicht mehr gerecht. Wir bei KiezDogs erleben ihn als sensiblen Clown mit drei realen Baustellen: dem Listenhund-Status samt Auflagen, seiner Sturheit und den rassetypischen Krankheiten an Nieren, Herz und Gehör. Genau diese Punkte gehen wir hier offen durch, damit du schon vor der Anschaffung weißt, worauf du dich einlässt.

Ist der Bullterrier ein Kampfhund oder ein Familienhund?

Von seiner Veranlagung her ist der Bullterrier heute ein Familien- und Begleithund, sein Kampfhund-Ruf ist ein Erbe des 19. Jahrhunderts. Entstanden ist die Rasse im frühen 19. Jahrhundert in England, systematisch weitergezüchtet ab etwa 1850 durch James Hinks in Birmingham. In seinen Adern stecken die heute ausgestorbene altenglische Bulldogge, der ebenfalls ausgestorbene White English Terrier und ein Schuss Dalmatiner. Aus jenem alten Bulldoggen-Schlag ging später auch die heutige Englische Bulldogge hervor.

Ursprünglich wurde der Bullterrier für Hundekämpfe und zum Rattenfangen gezüchtet. Nachdem die Hundekämpfe 1835 in England verboten wurden, formte man ihn Schritt für Schritt zum eleganten Begleithund um. Der alte Ruf haftet ihm bis heute an, und daran hängt auch sein Listenhund-Status. Mit seinem tatsächlichen Wesen hat das wenig zu tun: Ein gut erzogener Bullterrier hat eine hohe Reizschwelle und ist Menschen gegenüber freundlich und geduldig. Fremden Hunden gegenüber kann er dagegen forsch auftreten, dazu weiter unten mehr.

Wie tickt ein Bullterrier im Alltag und ist er ein Anfängerhund?

Im Alltag ist der Bullterrier ein verschmuster Draufgänger mit ordentlich Dickkopf, und ein Anfängerhund ist er nicht. Er ist mutig, verspielt und menschenbezogen, gleichzeitig eigensinnig, sturköpfig und trotz seiner Kraftpaket-Statur erstaunlich sensibel. Auf harte Hand oder lautes Schimpfen reagiert er beleidigt statt kooperativ, deshalb kommst du nur mit ruhiger, konsequenter und fairer Führung weiter.

Dazu kommt die schiere Kraft: Ein ausgewachsener Rüde bringt 25 bis 35 kg reine Muskeln auf die Waage. Wenn so ein Hund an der Leine durchstarten will, hältst du ihn ohne Technik und gutes Equipment kaum. Genau darum braucht der Bullterrier einen Halter, der Körpersprache lesen kann und Grenzen freundlich, aber unmissverständlich setzt. Ähnliches gilt für andere kräftige Charakterköpfe wie den Cane Corso: Erfahrung und Konsequenz sind hier keine Kür.

Gibst du ihm all das, bekommst du einen treuen, humorvollen Begleiter, der dich mit seinen Kapriolen täglich zum Lachen bringt. Unterschätzt du ihn, wird aus dem Clown schnell ein sturer Chef.

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Weißer Bullterrier mit dem rassetypischen eiförmigen Kopf springt vergnügt über eine Wiese Weißer Bullterrier mit dem rassetypischen eiförmigen Kopf springt vergnügt über eine Wiese

Wie pflegst du einen Bullterrier?

Beim Fell ist der Bullterrier herrlich unkompliziert: Sein kurzes, glattes Haar haart kaum, und einmal die Woche mit einer weichen Bürste oder einem Gummistriegel drüber reicht völlig. Der Aufwand steckt also weniger im Fell als in der Routine drumherum.

So behältst du ihn gut im Blick:

  • Bürste ihn einmal pro Woche, in der Fellwechselzeit im Frühjahr und Herbst darfst du öfter ran.
  • Kontrolliere die Krallen alle 3 bis 4 Wochen und kürze sie, sobald du sie auf dem Boden klicken hörst.
  • Putz die Zähne mehrmals pro Woche, besser täglich, mit Hundezahnpasta gegen Zahnstein.
  • Schau einmal pro Woche in die Ohren und säubere sie bei Bedarf mit einem milden Ohrreiniger.
  • Wirf regelmäßig einen Blick auf die Augen, denn Linsenluxation und Grauer Star sind bei der Rasse ein Thema. Trübungen gehören zum Tierarzt.
  • Bade ihn nur, wenn er sich wirklich eingesaut hat, sonst leidet die schützende Fettschicht seiner Haut.

Gerade weil die Fellpflege so wenig Zeit frisst, hast du den Kopf frei für das, was beim Bullterrier wirklich zählt: Auslastung und Erziehung.

Deine Bullterrier-Pflegeroutine auf einen Blick

  • Wöchentlich bürsten: Einmal pro Woche mit weicher Bürste oder Gummistriegel reicht, das kurze Fell haart kaum.
  • Krallen kürzen: Kontrolliere die Krallen alle 3 bis 4 Wochen und kürze sie, sobald du sie auf dem Boden klicken hörst.
  • Zähne putzen: Putz die Zähne mehrmals pro Woche, besser täglich, mit Hundezahnpasta gegen Zahnstein.
  • Ohren checken: Schau einmal pro Woche in die Ohren und säubere sie bei Bedarf mit einem milden Ohrreiniger.
  • Augen im Blick behalten: Achte auf Trübungen, denn Linsenluxation und Grauer Star kommen bei der Rasse vor, und geh im Zweifel zum Tierarzt.
  • Selten baden: Bade ihn nur, wenn er wirklich dreckig ist, sonst leidet die schützende Fettschicht der Haut.

Wie viel Auslauf und Beschäftigung braucht ein Bullterrier?

Der Bullterrier braucht viel Bewegung und mindestens genauso viel Kopfarbeit, ein unterforderter Bullterrier erfindet sich sonst seinen eigenen, meist unerwünschten Zeitvertreib. Reines Gassigehen reicht diesem bewegungsfreudigen Kraftpaket nicht. So sieht eine gute Woche aus:

  • Täglich zwei ausgedehnte Spaziergänge, zusammen rund 1,5 bis 2 Stunden, mit Schnüffelstrecken und Freilauf, wo es erlaubt und sicher ist.
  • Mehrmals pro Woche 10 bis 15 Minuten Kopfarbeit über Suchspiele, Tricktraining oder Futterdummys.
  • Ein bis zwei feste Termine Hundesport, der zu seinem kräftigen Körper passt, etwa Agility, Dog Dancing oder Zughundesport.
  • Zwischendurch robuste Kau- und Zerrspiele, die den starken Kiefer beschäftigen.

Ein Punkt ist bei diesem Kraftpaket besonders wichtig: das Geschirr. Der Bullterrier hat einen tiefen, muskulösen Brustkorb und enorm viel Kraft, ein gut sitzendes Brustgeschirr verteilt den Zug sicher auf den Brustkorb und schont den Hals, wenn er einmal anzieht. Gerade wenn in deinem Bundesland Leinenpflicht gilt, willst du ihn sicher und bequem führen. Welche Modelle einem so kräftigen Hund standhalten, liest du im Hundegeschirr für große Hunde und in unserer Geschirr-Kollektion.

Warum jagt mein Bullterrier zwanghaft seinen Schwanz?

Zwanghaftes Schwanzjagen und stundenlanges Im-Kreis-Drehen sind beim Bullterrier leider rassetypisch. Dahinter steckt eine echte Zwangsstörung, also eine Stereotypie, die meist aus Unterforderung, Stress oder Langeweile entsteht und teils auch genetisch begünstigt ist. Was wie ein lustiges Spiel aussieht, kann ins Krankhafte kippen, bis der Hund sich am eigenen Schwanz verletzt.

Das Beste, was du tun kannst, ist Vorbeugen. Ein Bullterrier, der körperlich und geistig ausgelastet ist und einen ruhigen, klar strukturierten Alltag hat, entwickelt solche Muster deutlich seltener. Fängt dein Hund trotzdem an, seinem Schwanz nachzujagen, dann schenk ihm in dem Moment keine Aufmerksamkeit, sonst belohnst du das Verhalten ungewollt. Lenke ihn stattdessen früh auf eine sinnvolle Aufgabe um.

Wird das Kreiseln häufiger oder lässt es sich kaum noch unterbrechen, wart nicht ab, sondern hol einen Tierarzt und im Zweifel einen Verhaltenstherapeuten dazu. Je früher du gegensteuerst, desto besser stehen die Chancen, dass sich die Zwangshandlung nicht festsetzt.

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In welchen Bundesländern ist der Bullterrier ein Listenhund?

In den meisten Bundesländern steht der Bullterrier auf der Rasseliste der sogenannten gefährlichen Hunde, unter anderem in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg und Sachsen. Keine Rasseliste führen dagegen zum Beispiel Niedersachsen, Schleswig-Holstein (seit 2016), Thüringen (seit 2018) und Mecklenburg-Vorpommern, wo die Rassevermutung 2022 entfallen ist. Weil sich die Regeln oft ändern und zusätzlich von der Kommune abhängen, prüfst du die Rechtslage immer für dein konkretes Bundesland und deine Stadt.

Typische Auflagen sind ein Wesenstest, ein Sachkundenachweis, eine Halteerlaubnis, teils Leinen- und Maulkorbpflicht sowie eine deutlich erhöhte Hundesteuer, die in manchen Kommunen mehrere hundert Euro im Jahr beträgt. Damit du die Behördengänge in der richtigen Reihenfolge angehst, hier ein Fahrplan, den du vor der Anschaffung abarbeitest:

Kläre vor dem Kauf mit der zuständigen Behörde, ob du den konkreten Hund halten darfst und welche Nachweise du wann brauchst. Erlaubnis, Sachkunde, Versicherung, Wesenstest und Anmeldung sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. In Bayern hängt es unter anderem davon ab, ob für den einzelnen Bullterrier ein Negativzeugnis vorliegt oder eine Halteerlaubnis benötigt wird. Für Bullterrier und bestimmte Kreuzungen gelten außerdem bundesrechtliche Einfuhr- und Verbringungsbeschränkungen. Lass dich deshalb bei einem Hund aus dem Ausland vorab zur Zulässigkeit beraten.

Andere gelistete Rassen wie der Rottweiler durchlaufen ganz ähnliche Schritte. Die genauen Anforderungen und die Reihenfolge unterscheiden sich aber von Land zu Land, deshalb ist der erste Schritt immer der Blick ins Gesetz.

Welche rassetypischen Krankheiten hat der Bullterrier?

Der Bullterrier ist ein robuster Hund, bringt aber einige ernste erbliche Krankheiten mit, die du kennen solltest, bevor du dich für einen Welpen entscheidest:

  • Taubheit ist das häufigste Problem, vor allem bei rein weißen Tieren. Etwa 18 Prozent werden taub geboren, ein BAER-Hörtest ab der fünften Lebenswoche schafft Klarheit.
  • Erbliche Nierenerkrankungen wie die Bullterrier-Nephritis (oft schon vor dem dritten Lebensjahr tödlich), die polyzystische Nierenerkrankung und die Nierendysplasie. Jährliche Blut- und Urinkontrollen sind Pflicht.
  • Herzerkrankungen wie die Aortenstenose, also eine Verengung der Aorta, und die Mitralklappendysplasie.
  • Augenprobleme wie Linsenluxation und Grauer Star sowie die Ellbogendysplasie an den Gelenken.
  • Dazu die schon beschriebenen Zwangsstörungen wie das Schwanzjagen.

Insgesamt liegt die Lebenserwartung bei 10 bis 14 Jahren. Dein wirksamster Schutz ist die Wahl eines seriösen Züchters. Lass dir konkret zeigen: den BAER-Hörtest der Welpen, das Nieren-Screening der Elterntiere über Blut- und Urinwerte und einen Herzultraschall der Elterntiere. Ein guter Züchter ist an den VDH angebunden, zieht die Welpen im Haus auf und drängt dich nie zum schnellen Kauf. Fehlende Nachweise, auffällig niedrige Preise oder eine Übergabe auf dem Parkplatz sind klare Warnsignale.

Sind Bullterrier aggressiv gegenüber Kindern und anderen Hunden?

Ein Bullterrier kann eng an seine Menschen gebunden sein und gut in einer Familie leben. Gute Sozialisierung bietet aber keine Garantie für gefahrloses Verhalten. Berücksichtige seine Kraft, erkenne Stresssignale und lass Hund und kleine Kinder nie unbeaufsichtigt zusammen. Kinder müssen seine Ruheplätze respektieren.

Heikler wird es bei anderen Hunden. Fremden, oft gleichgeschlechtlichen Artgenossen gegenüber kann der Bullterrier forsch und dominant auftreten, das gehört zum Terrier-Erbe. Sein mittlerer Jagdtrieb macht außerdem Katzen und Kleintiere zu potenzieller Beute, wenn er nicht von klein auf mit ihnen aufgewachsen ist. Beides bekommst du nicht über Strenge, sondern über frühe, gründliche Sozialisierung in den Griff.

Unterm Strich ist der Bullterrier kein aggressiver Hund, aber ein sehr kräftiger mit klaren Ansagen. Wenn du ihn früh sozialisierst und fair führst, bekommst du einen umgänglichen Familienhund, der seine Menschen abgöttisch liebt.

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Wie groß und schwer wird ein Bullterrier und ab wann ist er ausgewachsen?

Der Standard-Bullterrier ist eine mittelgroße Rasse mit einer Widerristhöhe von etwa 45 bis 55 cm und einem Gewicht von rund 22 bis 38 kg. Rüden sind mit 25 bis 35 kg deutlich schwerer als Hündinnen, die meist zwischen 20 und 30 kg liegen. Interessant: Der FCI-Standard nennt bewusst keine festen Höhen- und Gewichtsgrenzen, sondern verlangt maximale Substanz im Verhältnis zur Größe. Der Hund soll also kompakt und kraftvoll wirken, egal ob er am oberen oder unteren Ende der Spanne liegt.

Wichtig für die Auswahl: Neben dem Standard-Bullterrier gibt es den Miniature Bullterrier, der bei maximal rund 35,5 cm bleibt und ansonsten demselben Standard folgt. Verwechsle die beiden beim Züchter nicht, denn sie werden getrennt gezüchtet.

Körperlich ausgewachsen ist ein Bullterrier meist mit 13 bis 19 Monaten, kräftige Rüden brauchen tendenziell etwas länger. Im Kopf bleibt er noch eine ganze Weile ein verspielter Rüpel, der deine Konsequenz auf die Probe stellt. Lass dich davon nicht entmutigen, das legt sich mit Reife und klarer Führung.

Bullterrier-Größen im Vergleich

Rüden werden deutlich schwerer als Hündinnen, in der Höhe unterscheiden sie sich nur wenig.

Rüdeca. 25 bis 35 kg
Hündinca. 20 bis 30 kg

Der Standard misst etwa 45 bis 55 cm, der kleinere Miniature Bullterrier bleibt bei maximal rund 35,5 cm. Ausgewachsen ist dein Bullterrier mit 13 bis 19 Monaten.

Was kostet ein Bullterrier im Monat und über sein ganzes Leben?

Ein Bullterrier-Welpe aus seriöser Zucht kostet in Deutschland rund 1.000 bis 2.000 Euro, in Einzelfällen bis zu 2.500 Euro. Ein Miniature Bullterrier liegt mit etwa 2.200 bis 2.650 Euro eher darüber. In diesem Preis stecken normalerweise Impfungen, Chip, Entwurmung und die Gesundheitschecks der Elterntiere.

Laufend rechnest du ohne Listenhund-Zuschläge mit etwa 50 bis 150 Euro im Monat für Futter, Vorsorge, Versicherung und Zubehör. Dazu kommt die Erstausstattung mit Geschirr, Leine, Körbchen und Näpfen für einmalig rund 200 bis 400 Euro. Über ein Hundeleben von 10 bis 14 Jahren summiert sich das grob auf 15.000 bis 25.000 Euro, Notfälle noch nicht eingerechnet.

Und genau hier wird der Listenhund teuer: In einem Bundesland mit Rasseliste kommen schnell mehrere hundert Euro erhöhte Hundesteuer pro Jahr dazu, über zehn Jahre also ein vierstelliger Zusatzbetrag. Hinzu kommen die Gebühr für den Wesenstest und in manchen Fällen eine teurere Versicherung. Kalkuliere das ehrlich mit ein, bevor du dich verliebst, denn diese Posten begleiten dich das ganze Hundeleben.

Was dich ein Bullterrier kostet

Der Kaufpreis ist nur der Anfang, und als Listenhund kann der Bullterrier über die Jahre spürbar teurer werden als andere Rassen.

  • Anschaffung (seriöser Züchter): rund 1.000 bis 2.000 Euro (Einzelfälle bis 2.500 Euro, Miniature 2.200 bis 2.650 Euro)
  • Erstausstattung: einmalig rund 200 bis 400 Euro (Geschirr, Leine, Körbchen, Näpfe)
  • Laufende Kosten pro Monat: rund 50 bis 150 Euro (Futter, Vorsorge, Versicherung, Zubehör), ohne Listenhund-Zuschläge
  • Rücklage Tierarzt: feste Reserve für Notfälle, vor allem für die teuren Nieren- und Herzerkrankungen
  • Gesamtkosten Hundeleben: über 10 bis 14 Jahre grob 15.000 bis 25.000 Euro, im Listenhund-Land deutlich mehr

Häufige Fragen zum Bullterrier

Hier findest du die Antworten auf die Fragen, die uns zum Bullterrier am häufigsten erreichen. Bleibt danach noch etwas offen, schreib uns einfach, wir helfen dir gern weiter.

Ist ein Bullterrier für Anfänger geeignet?
Eher nicht. Der Bullterrier ist stur, sehr kräftig und reagiert empfindlich auf harte Erziehung, das überfordert Ersthalter schnell. Wenn du unbedingt mit einem Bullterrier starten möchtest, hol dir von Anfang an eine gute Hundeschule und einen erfahrenen Trainer dazu.
Wie alt wird ein Bullterrier?
Ein Bullterrier wird im Schnitt 10 bis 14 Jahre alt. Mit hochwertiger Ernährung, viel Bewegung und regelmäßiger Vorsorge, gerade den jährlichen Nieren- und Herzkontrollen, kannst du ihm ein langes, gesundes Leben ermöglichen.
Brauche ich für einen Bullterrier einen Wesenstest und eine Halteerlaubnis?
Die Anforderungen hängen vom Bundesland und vom konkreten Hund ab. Kläre vor der Übernahme bei der zuständigen Behörde, welche Erlaubnisse und Nachweise erforderlich sind. Auch ohne Rasseliste können allgemeine Pflichten oder Auflagen für einen im Einzelfall als gefährlich eingestuften Hund gelten.
Sind Bullterrier aggressiv gegenüber Menschen?
Nein, ein gut sozialisierter Bullterrier ist Menschen gegenüber freundlich, geduldig und hat eine hohe Reizschwelle. Vorsicht ist eher wegen seiner Kraft geboten und im Umgang mit fremden Hunden, denen gegenüber er forsch auftreten kann. Frühe Sozialisierung ist deshalb Pflicht.
Wie viel Auslauf braucht ein Bullterrier?
Rechne mit rund 1,5 bis 2 Stunden Bewegung am Tag, aufgeteilt auf zwei ausgedehnte Runden, plus regelmäßiger Kopfarbeit. Ein reiner Wohnungshund für Couch-Menschen ist er nicht, denn Unterforderung führt bei ihm schnell zu Unruhe und Zwangsverhalten.
Über den Autor
Jeff · Gründer von KiezDogs
Jeff entwickelt in Berlin die Samtgeschirre von KiezDogs und schreibt hier alle Rassen- und Geschirr-Ratgeber selbst, inklusive der unbequemen Punkte. Mehr über Jeff

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